Claus Runners beim Dresden Marathon (Update)
Claus Runners heute auch beim Dresden Marathon. Olli und Michael liefen den Mararhon, Matthias den Halbmarthon. Unsere neuen Vereinskolleg*innen Katja (Halbmarathon) und Fabian Borggrefe (10km) gewannen ihre Altersklassen. Gratulation.
Michael schreibt:
Dresden Marathon und die Frage: Warum tue ich das nur?
Im Frühjahr erschien es eine gute Idee zu sein, nach dem Berlin Marathon einen Monat später auch noch in Dresden zu laufen. Nun ja, im Oktober sieht das dann aber ganz anders aus. Noch einmal lange Läufe und nicht zu wenige Wochenkilometer. Die Wettervorhersage dann am Vortag furchtbar: Regen und heftiger Wind. Nach Dresden zum Marathon – Warum tue ich das nur?
Gut, in der Nacht gab es wegen der Zeitumstellung eine Stunde mehr Schlaf, und es gibt eine schnelle Zugverbindung nach Dresden, so dass man am Morgen noch anreisen kann. Und zusammen mit Matthias macht das ja auch Spaß, und Olli wartet schon in Dresden auf uns. Aber trotzdem, es ist beim Aufstehen immer noch dunkel. Und bereits bevor man am Bahnhof ist, sagt die Bahn, dass der Zug 7 Minuten Verspätung hat, was dann bis Dresden fast zu einer halben Stunde wird. – Warum tue ich das nur?
Dresden begrüßt uns mit Nieselregen und heftigem Wind, vor allem auf der Brücke von Neustadt Richtung Stadion zur Gepäckabgabe. Dort eine große Schlange, weil es zwar innen einigermaßen Platz zur Gepäckabgabe gibt, aber alle Läufer*innen durch einen einzigen kleinen Eingang müssen. Zum Glück hat Olli für Matthias und mich bereits die Startunterlagen abgeholt, so dass wir zeitlich alles gut schaffen. Kurz vor dem Start beginnt es dann richtig zu regnen. Schön, wenn man schon vor dem Loslaufen nass ist und friert. Der Start ist pünktlich, aber Matthias und ich müssen im Block D noch etwas im Regen ausharren, bevor es endlich losgeht. – Warum tue ich das nur?
Matthias läuft Halbmarathon, Olli und ich Marathon. Da beide Wettbewerbe gleichzeitig gestartet werden, laufen Matthias und ich die erste Runde bis Kilometer 17 zusammen. Leider hat die durch den Brückeneinsturz geänderte Strecke deutlich am Attraktivität verloren. Matthias und ich finden den Kurs insgesamt eher langweilig und bei weitem nicht mehr so schön wie früher. Auch der kalte Wind lässt uns eher frieren, als dass uns durch das Laufen warm würde. – Warum tue ich das nur?
Schade, dass die beiden Strecken sich schon bei Kilometer 17 trennen und ich nun alleine weiter laufen muss. Mit einem guten Freund zusammen laufen zu können, hat (trotz der Anstrengung) Spaß gemacht. – Warum ich das tue, weiß ich deshalb gerade wieder.
Jetzt laufe ich also alleine, fühle mich aber schon vor Halbzeit sehr gut und ziehe (ein bisschen wagemutig) mein Tempo an. Sogar der Regen hört auf, und es wird ein wenig wärmer. Die zweite Runde bietet etwas mehr Ausblicke, ist aber auch nicht besonders spannend. Straßenbahnschienen und Brückenanstiege hat man in Dresden immer, aber jetzt geht es auch noch in Schleifen durch den Großen Park mit ungeteerten Parkwegen, Kopfsteinpflaster und sogar einem kleinen Anstieg. Aber egal, bei mir läuft es, und ich kann mein Tempo (nun ja, was bei mir eben mittlerweile Tempo ist 🙂) am Ende sogar noch steigern. Ich muss allerdings auch schnell bleiben, will ich die mittlerweile (sehr optimistisch) angepeilten 4:30 Stunden doch noch noch packen. Leider beendet meine Laufuhr ihre Anzeige, aber ich kann eh nicht mehr schneller laufen. Die letzten Kilometer gehen in Dresden leider bergauf – wie gemein! Kurz vor dem Stadion dann noch einmal ein übler, heftiger Regenguss: Die Straße voll mit Wasser und ich in Sekunden klatschnass. – Warum tue ich das nur?
Aber diese Frage stellt sich natürlich nicht mehr, irgendwann müssen meine Beine nur noch die letzten 300m Bahn im Stadion überstehen, und dann ist da endlich das Ziel. Und dieses unbeschreibliche Gefühl „JJJJa! Geschafft!“ – Und ich weiß wieder, warum ich das alles tue.
Bleibt noch zu berichten, dass Daniela, Olli, Matthias und ich noch nett zusammen eine Kleinigkeit gegessen haben, bevor Daniela und Olli in ihre Unterkunft und Matthias und ich zum Bahnhof gingen. Wer geglaubt hat, dass damit alles erzählt sei, hat die Rechnung ohne die Bahn gemacht. Am Ende kamen Matthias und ich erst mit 2 Stunden Verspätung in Berlin an. Es hätten aber auch mehr sein können.
Danke an Olli fürs Überreden im Frühjahr, Daniela fürs Anfeuern an der Strecke und Daniela, Olli und Matthias für das schöne gemeinsame Erlebnis. – Wie gesagt, ich weiß wieder, warum ich das alles tue.
PS
Ein Dankeschön an die Veranstalter und Helfer*innen an der Strecke. Der Dresden Marathon ist durchaus schön und (von der Schlange zur Gepäckabgabe mal abgesehen) gut organisiert. Ich denke, ich bin nicht das letzte Mal dort gelaufen. Noch weiß ich ja wieder, warum ich das alles tue 🙂!
ERGEBNISSE – MARATHON
Olli
3:45:17
Platz: 706
M55: 23
Michael
4:29:43
Platz: 1601
M65: 17
ERGEBNISSE – HALBMARATHON
Katja Borggrefe
1.35:51
Platz: 47
W50: Siegerin
Matthias
2:21:15
Platz: 4788
M55: 206
ERGEBNISSE – 10 KM
Fabian Borggrefe
34:28
Platz: 19
M50: Sieger
Bilder von Daniela, Matthias und Michael








